Ein Gott und die Welt Blog

Zum National Podcast Day: Warum ich Podcasts liebe

Heute ist der National Podcast Day und bevor der Tag zu Ende geht möchte ich auch noch meine Gedanken zu einem – meiner Meinung nach – stark unterschätzen Medium verbloggen. Denn ich liebe Podcasts. Wenn ich mich für ein Medienformat auf meinem Smartphone entscheiden müsste, wäre es weder meine Musiksammlung noch YouTube-Videos, sondern meine abonnierten Podcasts. Warum?

1. Podcasts sind demokratisch
Podcasts sind so demokratisch. So wie das Internet es einmal sein wollte und noch immer in vielen Teilen ist. Jeder kann mit einfachsten Mitteln einen produzieren, man benötigt nur ein Mikrofon, etwas Webspace und Zeit. Es gibt (abgesehen von rechtlichen Begebenheiten) keine Beschränkungen oder Filterung. In vielen Teilen ist es vergleichbar mit dem Bloggen. Vielleicht für akustische Menschen sogar noch einfacher, weil Gedanken oftmals schneller gesprochen als geschrieben sind.

2. In der Nische für die Nische: Podcasts für Spezialthemen

Podcasts sind noch nicht in der breiten Masse angekommen. Das ist nicht schlimm, denn in der Nische Podcast finden sich trotzdem zu fast allen Spezielthemen Podcasts – oftmals Deutsche, fast immer aber englischsprachige. Egal ob ein spezielles Videospiel, eine TV-Serie oder ein Fachthema: Man findet fast immer komplette Podcasts zu den Themen, zumindest aber einzelne Folgen.

3. Kein Bildschirm. Und kein Text.

Ich sitze den ganzen Tag vor dem Rechner, Tablet oder Smartphone. Gefühlt zumindest. Wenn ich dann darauf einmal keine Lust habe, ist der Podcast das ideale Medium zur Begleitung. Egal ob beim Putzen, beim Sport oder beim Einkaufen.

4. On Demand

Podcasts lädt man herunter oder streamt sie. Man kann sie dann hören, wenn man möchte. Man kann pausieren und später weiterhören. Ja, das trifft auf fast alle modernen Medienformate zu. Dennoch ist es bei Podcasts in den entsprechenden Apps (ich nutze Podkicker für Android) extrem komfortabel. Neue Folgen werden auf Wunsch heruntergeladen, die aktuelle Stelle wird gespeichert und ich sehe was ich noch nicht gehört habe.

Trotzdem haben Podcasts es irgendwie sehr schwer. Ein Problem ist sicherlich die schwierige Auffindbarkeit. Bei der Suche stößt man oft nur auf iTunes, ein geschlossenes System. Auch ist der Begriff Podcast für einige sicherlich abschreckend – weil sie nichts damit anfangen können. Dabei ist es eigentlich nur eine Radiosendung on Demand, quasi das Spotify für inhaltlichen Audiocontent. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass das Medium sich weiter entwickelt und mehr deutsche Podcasts und Hörer den Weg ins Netz finden. Nicht zuletzt, weil ich selbst viel Spaß bei der Produktion meines eigenen Podcast habe.

Links zum Thema:

National Podcast Day – Tim Pritlove über Podcasting in Deutschland

Hinterlasse eine Antwort

Basic HTML is allowed. Your email address will not be published.

Subscribe to this comment feed via RSS